Hallo Knüpf-Gemeinde!

In diesem Newsletter möchte ich euch eine weitere Möglichkeit zeigen, wie man ein Knüpfobjekt be-ginnen kann.

Es handelt sich um einen Anfang, bei dem keine Fäden überstehen:

Dieser alternative Beginn eines Knüpfobjektes ist dann von Vorteil, wenn man keine überstehenden Fäden benötigt, zum Beispiel für eine Tasche, für ein Lesezeichen oder für einen Gürtel.

Die Idee dazu kam mir, als ich dabei war einen Schal zu stricken - als Ausgleich zum Knüpfen.

Der Beginn funktioniert wie beim Stricken - man schlägt Maschen an.

Für diejenigen, die mit dem Begriff "Maschen anschlagen" nichts anfangen können soll diese kurze Erklärung eine kleine Hilfe sein (zum Vergrößern auf die Grafik klicken, Quelle: www.knit-kit.ch):

Wie viele Maschen ihr anschlagen müsst hängt davon ab, wie viele Spannfäden ihr für euer Knüpfobjekt benötigt. Wenn ihr 20 Spannfäden habt, dann braucht ihr auch 20 angeschlagene Maschen.

Im Gegensatz zum Stricken nehmt ihr statt zwei Stricknadeln nur eine zum Anschlagen der Maschen. Am besten nehmt ihr dazu eine möglichst dünne Nadel, denn je dünner sie ist, desto kleiner werden die Maschen (Schlaufen).

Der Faden mit dem ihr die Maschen anschlägt ist übrigens später euer langer Arbeitsfaden, daher nehmt ruhig das ganze Knäuel bzw. die ganze Docke zum Arbeiten.

Als nächstes schneidet ihr euch eure Spannfäden zurecht. Aber Vorsicht!... Ihr braucht nur die halbe Anzahl der Fäden, dafür müsst ihr sie aber doppelt so lange zuschneiden!

Nun braucht ihr eine Häkel- oder Nähnadel. Ihr zieht durch jeweils zwei Maschen (Schlaufen) einen Spann-faden, so dass er mittig durch die zwei angeschlagenen Maschen (Schlaufen) halbiert wird (aus einem Spannfaden werden zwei)...

Dieses Spiel macht ihr mit allen Spannfäden und Maschen (Schlaufen).

Wenn ihr damit fertig seid habt ihr einerseits die Spannfäden sowie zwei Arbeitsfäden. Einmal einen kurzen und einmal einen langen, an dem euer Knäuel bzw. eure Docke hängt. Der lange Arbeitsfaden bleibt wie er ist, den kurzen vernäht ihr später in euren angeschlagenen Maschen.

Und jetzt kommt der leichteste Teil der Arbeit - ihr knüpft ganz normal euer Band (oder was auch immer ihr daraus machen wollt.

Der alternative Anfang eures Knüpfobjektes sieht so aus:

  

Die Rückseite sieht so aus (nach dem Vernähen des kurzen Arbeitsfadens):

Das fertige Testobjekt - ein Lesezeichen:

 

Viel Spaß beim Nachknüpfen!

 
 

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