▪ Knüpfschule

 

 

 

Aller Anfang ist schwer...

Man beginnt damit, dass man sich die Fäden zusammensucht und sie mit einem Knoten zusammenfasst. Vor diesem Knoten sollte die Fadenlänge ca. 12 cm für die Abschlussbändchen betragen. Um das Band an der Jeans bzw. an einem Halstuch, das man um das Bein bindet, zu befestigen, steckt man durch den Knoten eine Sicherheitsnadel.

 

 

schräger Anfang

 

gerader Anfang

Bevor man mit dem Knüpfen loslegt, muss man sich überlegen, ob man das Band mit einem geraden oder einem schrägen Anfang begin-nen möchte.

 

Der gerade Anfang wirkt formschöner und ist daher empfehlenswerter.

 

Beim schrägen Anfang hat man es mit der Anordnung der Fäden leichter; beim geraden Beginn muss man darauf achten, dass sich die Anordnung der Fäden verschiebt.

Beim geraden Anfang wird mit dem Knüpfen bei einem einfachen Streifenband (z.B. Modell "Washington") auf der rechten Seite bzw. bei einem Pfeilband (z.B. Modell "Florenz") in der Mitte begonnen.

 

Bei einem Streifenband wird bei einer geraden Anzahl von Fäden zuerst ein Knoten, danach drei etc. geknüpft; bei einer ungeraden Anzahl zuerst zwei, danach vier etc.

 

Bei einem einfachen Pfeilband hingegen ist die Anzahl der Fäden im Normalfall immer gerade.

 

 

Knotenarten

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Knoten, davon zwei Hauptknoten für das Standard-Freund-schaftsband (Rechtsknoten und Linksknoten).

Für das einfache Freundschaftsband verwendet man ausschließlich den rechten und linken Wende-knoten.

 

 

 

Rechtsknoten [abgekürzt durch "RK"]

Der Rechtsknoten wird von links nach rechts geknüpft.

 
 

Linksknoten [abgekürzt durch "LK"]

Der Linksknoten wird von rechts nach links geknüpft.

 
 

rechter Wendeknoten [abgekürzt durch "RW"]

Der rechte Wendeknoten wird von rechts nach rechts geknüpft.

 
 

linker Wendeknoten [abgekürzt durch "LW"]

Der linke Wendeknoten wird von links nach links geknüpft.

 

 

                             
 
Rechts-Knoten (Skizze)

 

 

                             
 
Links-Knoten (Skizze)

 

 

                                       
 
rechter Wendeknoten (Skizze)

 

 

                                       
 
linker Wendeknoten (Skizze)

 

 

Wenn man zuvor noch nie geknüpft hat, sollte man am besten mit fertigen Vorlagen und einfacheren Mustern beginnen, um sich mit der Materie vertraut zu machen.

Das Gespür für eigene Kreationen kommt mit der Zeit - man muss nur etwas Geduld haben.

Man sollte zudem beachten, die Knoten nicht zu locker, aber auch nicht zu fest zu knüpfen. Auch hierfür kommt das Gefühl mit etwas Übung.

 

 

Wenn man das Freundschaftsband fertig geknüpft hat, löst man den Knoten, den man anfangs gemacht hat, um die Fäden zusammenzuhalten und mittels Sicherheitsnadel an der Jeans etc. festzumachen.

Nach dem Lösen des Knotens macht man das Band wiederum mittels Sicherheitsnadeln fest und flechtet die Abschlussbändchen, mit denen man das Freundschaftsband am Handgelenk fixiert.

Man kann statt der geflochtenen Zöpfchen auch alternativ Kordeln drehen oder einen Silberverschluss dran befestigen - das ist jedem selbst über-lassen und richtet sich im Endeffekt nach dem persönlichen Geschmack.

Nach dem Zurechtstutzen der zu langen Fäden ist das Freundschaftsband fertig.

 

 

Manchmal kommt es vor, dass man die Länge der Fäden "falsch berechnet" hat.

Es gibt einen einfachen Trick, um das Band doch noch ver-vollständigen zu können: Man verlängert die Fäden, indem man sie mittels eines kleinen Knotens auf der Rückseite des Bandes zusammenknüpft.

Man sollte nur darauf achten, dass der Knoten mittig auf der Rückseite liegt und nicht seitlich.

 

 

Eine andere Möglichkeit, zu kurze Fäden zu verlängern ist die, sie einfach mit längeren Fäden während des Knüpf-vorgangs auszutauschen.

 

Vorraussetzungen für diese Methode sind natürlich die Farbgleichheit der Fäden, sowie dass sie sich während des Knüpfens "begegnen" (sprich dass man sie mit-einander verknüpft).

Möchte man die Fadenpositionen tauschen, so knüpft man statt einem Rechtsknoten einen rechten Wendeknoten oder statt einem Linksknoten einen linken Wendeknoten (bzw. umgekehrt).